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Bisswunden

Bisswunden

Erste Hilfe bei Bisswunden


Bisswunden können ganz unterschiedliche Folgen haben – je nach Verursacher. Neben äußere Verletzungen können auch Infektionen auftreten.
Bisswunden werden durch giftige oder ungiftige Haus- und Wildtiere verursacht. Schlangenbisse sind bei uns sehr selten. Jedoch als wahrscheinlichster Verursacher von Schlangenbissen ist die Kreuzotter, deren Biss schmerzhafte Schwellungen verursachen kann. Auch bei Bisswunden durch ungiftige Haustiere ist Vorsicht geboten, da durch den Speichel des Tieres verschiedene Keime, sogar Erreger tödlicher Krankheiten, in die Wunde gelangen können. 


Ursachen und Symptome von Bisswunden


In Deutschland werden die meisten Bisswunden durch Hunde verursacht. Neben dem keimbelasteten Speichel ist vor allem auch die Größe des Hundes entscheidend für den Schweregrad der Bisswunde, denn Hunde mit kräftigem Kiefer können schwere Quetschwunden und ausgeprägte Verletzungen verursachen.
Ungefährlicher werden Katzen eingestuft. Dies ist falsch, denn Katzenspeichel ist im Gegensatz zu Hundespeichel weitaus infektiöser. Katzen können schwere Bisswunden verursachen, diese können bis in tiefe Gewebeschichten oder bis zum Knochen reichen. Katzenbissen neigen auch zu Entzündungen oder eitrigen Wunden.
Gefährlichere Bissverletzungen als durch Hund und Katz sind Bissverletzungen die von Menschen verursacht werden. In Menschenspeichel steckt eine Vielzahl von Bakterien, Viren und Pilzen. Durch Menschenbisse können auch Hepatitis B und C oder HIV-Infektionen übertragen werden.


Maßnahmen zur Ersten Hilfe bei Bisswunden


Sollte man bei einer Bisswunde Erste Hilfe leisten, so wird die Bissverletzung erst einmal keimfrei abgedeckt. Dazu verwendet man am besten sterile Kompressen. Bei Bissverletzungen, die stark bluten, sollte man auch einen Druckverband anlegen. Dafür werden mehrere Kompressen auf die steril abgedeckte Bissverletzung gelegt und mit einer Mullbinde straff umwickelt. Der Druckverband muss fest sitzen und sollte die Blutzirkulation nicht behindern.


Zeigt der Verletzte neben der Bisswunde auch Symptome wie Blässe, Frösteln, Schwindel oder beschleunigten Herzschlag, so scheint ein Schockzustand vorzuliegen. In diesem Fall legt man den Verletzten flach auf den Boden und deckt ihn mit einer Decke oder Thermofolie zu. Das hoch legen der Beine kann von Vorteil sein. Bei Bissverletzungen jeglicher Art sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, da das Risiko einer Infektion besteht.


Besondere Vorsicht gilt, wenn die Bissverletzung von einem Tier verursacht wurde, bei dem der Verdacht einer Tollwutinfektion besteht. Die Übertragung der Tollwut vom Tier auf den Menschen passiert über den Speichel, häufig durch Bisse. Durch die Bissverletzung gelangt das Virus schließlich in das Gehirn. Zeigen sich die ersten Symptome, ist die Behandlung nicht mehr möglich und die Krankheit führt zum Tod. Bei Bissverletzungen durch verdächtig erscheinende Tiere ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Dieser wird die Bissverletzung reinigen und desinfizieren und danach eine aktive Immunisierung durchführen.


Größte Vorsicht ist besonders bei ungenügendem Tetanusschutz geboten. Bei jeder Bisswunde besteht das Risiko, das die Tetanusbakterien in die Blutbahn gelangen. Tetanusbakterien sind die Auslöser des Wundstarrkrampfs, der in 10 – 20 % aller Fälle tödlich endet. Um dieser Erkrankung vorzubeugen, sollte man die Tetanusimpfung alle 10 Jahre auffrischen lassen. Erfolgt eine Bisswunde bei unklarem Impfstatus, so wird eine Impfung direkt nach dem Biss vorgenommen.