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Adipositas und Esssucht

Adipositas und Esssucht

Die Fettleibigkeit und Esssucht ist durch übermäßige Ansammlungen von Fettgewebe im Körper gekennzeichnet. 


Durch fettreiche Ernährung, erhöhte Energiezufuhr und zu geringen Energieverbrauch verursacht, ist Adipositas eine chronische Krankheit, die nicht nur eine eingeschränkter Lebensqualität mit sich bringt, sondern auch ein deutlich erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen ist.


Jede fünfte Person in Deutschland ist Adipös, also fettleibig. Noch tragischer ist die Entwicklung bei Heranwachsenden. So wird der Anteil übergewichtiger Schulkinder inzwischen auf 25 Prozent geschätzt. Das Körpergewicht nimmt mit dem Alter laufend zu. Eine bewusst durchgeführte Gewichtsstabilisierung und Gewichtskontrolle kann einer einsetzenden Fettleibigkeit vorbeugen!


Ursachen und Symptome von Adipositas und Esssucht
Adipositas kann krankheitsbedingt eintreten, aber auch durch eine diesbezügliche Lebensweise verursacht werden. Krankheiten, die eine Fettleibigkeit mit sich ziehen können, sind z.B. Schilddrüsenunterfunktion und Störungen des Kortisonhaushaltes. Auch verschiedene Medikamente, wie manche Antidepressiva oder Antidiabetika, können zur Fettleibigkeit führen. Darüber hinaus kann auch eine erbliche Veranlagung bestehen, die die Entstehung einer Fettleibigkeit fördert.


Oft ist die Ursache der Adipositas aber im Lebenswandel und der Ernährungsweise des Betroffenen zu finden.


Weitere Faktoren, die zu einer Fettleibigkeit beitragen können, sind:

  • Bewegungsmangel
  • Stress
  • Frustration
  • Nikotinentzug
  • Alkoholgenuss
  • Essstörungen

Hier ist vor allem die Esssucht (Binge-Eating-Störung) als Auslöser zu nennen. Dies geht mit unbeeinflussbaren „Fress-Attacken“ einher, während sich die Esssüchtigen anders als bei der Ess-Brech-Sucht im Anschluss daran nicht übergeben. Das Gewicht der betroffenen Person steigt in kürzester Zeit stark an.


Jedoch dient das übermäßige Essen nicht zur Beseitigung von Hungergefühlen, sondern ist vor allem als Ersatz für unerfüllte seelische Bedürfnisse zu betrachten. Unzufriedenheit, die aus Angstgefühlen, Überforderung, Trauer, Wut, Langeweile, Einsamkeit und dergleichen mehr entsteht, wird durch Essen gelindert. Adipositas und Esssucht liegen nah beieinander.


Adipositas und Esssucht führen zu umfangreichen körperlichen Beschwerden. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • schnelles Ermüden und geringe Belastbarkeit bei körperlicher Anstrengung
  • Atemnot und Kurzatmigkeit
  • nächtliche Atemstillstände (Schlafapnoesyndrom)
  • Gelenkschmerzen und Gelenkverschleiß, vor allem im Hüft- und Kniebereich
  • sehr starkes Schwitzen
  • Minderwertigkeitskomplexe und geringes Selbstwertgefühl


Neben den Risiken für das Herz-Kreislauf-System und den orthopädischen Folgen können Adipositas und Esssucht auch zum metabolischen Syndrom führen, das wiederum ein hohes Risiko für Arteriosklerose haben kann. Auch das Risiko für einen Herzinfarkt und andere kardiovaskuläre Probleme steigt mit dem metabolischen Syndrom um das Dreifache an. Folgeerkrankungen wie Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden auch begünstigt.


Behandlung und Vorbeugung von Adipositas und Esssucht
Adipositas und Esssucht kann man nur mit einer dauerhaften Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten erfolgreich bekämpfen. Aussichtsreiches Hilfsmittel ist hierfür die Adipositas-Therapie, die aus Diätberatung und Kalorienreduktion, Verhaltenstherapie und Bewegungstherapie besteht.
Eine Diätberatung und Kalorienreduktion wird einem mit einer Reduktionsdiät zu erstem Gewichtsverlust und dauerhafter Gewichtsabnahme verhelfen. Eine begleitende Verhaltenstherapie wirkt Essstörungen entgegen und hilft einem dabei, sein persönliches Hunger- und Sättigungsgefühl neu zu erlernen. Eine Bewegungstherapie mit regelmäßigem körperlichem Training vervollständigt die Adipositas-Behandlung und unterstützt den Gewichtsabbau.


Man kann der Entstehung von Adipositas und Esssucht mit einer fettarmen, ballaststoffreichen Ernährung und viel Bewegung vorbeugen. Man vermeidet Fast Food, zucker- oder alkoholhaltige Getränke und fetthaltige Nahrungsmittel. Man sollte viel ungesüßten Tee, Fruchtschorlen oder Mineralwasser trinken. Ein regelmäßiges Ausdauertraining verbessert den Kalorienverbrauch und kräftigt die Muskulatur.