Reiseapotheke

Reiseapotheke

Unterwegs ohne Reiseapotheke? Keine gute Idee!


Bei der Vorbereitung einer Reise möchte man vor allem eines: Sich auf die schöne Zeit freuen und sich frei und abenteuerlustig fühlen. Krankheit oder Verletzungen haben in dieser Vorstellung keinen Platz. Daran könnte es liegen, dass viele Reisende sich darauf auch nicht vorbereiten und den Gedanken an diese Möglichkeit lieber weit von sich schieben. Eine gut gefüllte und durchgeplante Reiseapotheke kommt vielen vor, als würden sie das Unglück herausfordern oder anziehen. Aber auch wenn positives Denken durchaus gut ist, kann es nicht schaden, negative Ereignisse zumindest als mögliche Option in Betracht zu ziehen. Das bedeutet nicht, in Angst und Panik zu verfallen. Im Gegenteil, eine ordentliche Reiseapotheke entlastet sogar, denn mit ihr weiß man, dass man auf alles vorbereitet ist und nichts die Reise verderben kann. Denn ein Magen-Darm-Infekt am Urlaubsort kann ohne möglichst schnelle Behandlung mehrere schöne Urlaubstage kosten. Und mit schlimmen Kopfschmerzen in fremden Städten die nächste Apotheke suchen zu müssen kann man sich auch ersparen.

 

Von Pocket-Version bis XL-Apotheke


Wer Reiseapotheke denkt, sieht vielleicht eine dicke Tasche mit allem möglichen Verbandsmaterial und genügend Pillen für eine Großfamilie vor seinem inneren Auge. Dabei gibt es für jede Reise das passende Set, das man sich ganz einfach selbst zusammenstellen kann. Je nach Reiseziel, Gepäckgröße und persönlichen Schwachstellen kann da mehr oder weniger hinein. Wichtig ist dabei vor allem, dass man als erstes individuell wichtige Medikamente einpackt, wie etwa Asthma-Inhalator oder Migräne-Tabletten. Als nächste sollte zumindest ein kleines Set zur Wundversorgung hinein und einige Schmerztabletten. Je nach Reiseland sollte man sich informieren, zum Beispiel welche Infektionen oder Allergien dort besonders vorkommen, und entsprechend vorsorgen. So ist etwa bekannt, dass Europäer in Ägypten oft mit Durchfall kämpfen oder dass in Afrika in manchen Gebieten Malaria droht.

 

Reiseapotheke für den Rucksack


Bei einer Rucksacktour ist jedes Gramm Gewicht und jede Ecke im Gepäck wichtig. Es gilt also gut zu bedenken, was wirklich dabei sein muss und was man sich zu Gunsten wichtigerer Dinge sparen kann. Die Reiseapotheke für den Rucksack sollte in eine kleine Tasche gepackt werden, damit sie sich etwas anpassen kann zwischen anderen Packstücken. Tabletten werden am besten nur in ihren Blistern verpackt und nicht noch zusätzlich in den Kartons, so spart man einiges an Platz. In eine so kleine Reiseapotheke sollten mindestens Pflaster, Desinfektionstücher, Schmerzmittel, eine Pinzette, ein Magen-Darm-Medikament und ein Allergiemittel passen.

 

Reiseapotheke für das Auto oder Wohnmobil


Beim Reisen in einem Fahrzeug ist schon etwas mehr Platz und der sollte genutzt werden. Am besten wird die Reiseapotheke hier in einer auffälligen kleinen Box verstaut, die ist leichter zu finden aus ein Täschchen unter vielen. Alle Medikamente, die zu Hause regelmäßig eingenommen werden, müssen auf jeden Fall mit. Dazu zählen auch solche, die man nur im Falle einer Erkältung oder einer Magen-Darm-Grippe nimmt. Außerdem gehört Verbandszeug, ein kleines Kühlpack und ausreichend Pflaster hinein. Wer sich am Reiseziel die Suche nach einer Apotheke ersparen will, nimmt Medikamente für alle Möglichkeiten mit. Die kann man zu günstigen Preisen bestellen, einpacken und muss dann im Ausland keine Angst vor hohen Kosten haben.

 

Reiseapotheke für die Flugreise


Wer im Flugzeug verreist, muss sich an einige Vorschriften halten. Nur mit Handgepäck zu fliegen macht das Mitnehmen von Medikamenten schwieriger. Diese müssen in einer transparenten Tasche oder Tüte verstaut sein, so dass man von außen leicht erkennt, was es ist. Mit in den Flieger dürfen außerdem nur Medikamente, die nicht entweder verschreibungspflichtig sind oder solche, die der Fluggast wegen einer Krankheit dringend benötigt. Das muss mit einem Attest nachgewiesen werden. Wenn das Gepäck aufgegeben wird, ist schon eine größere Reiseapotheke möglich. Je nach Platz kann hier genauso viel mitgenommen werden, wie im Auto. Ganz wichtig: Je nach Land gibt es eigene Einfuhrbestimmungen! Manche Medikamente verstoßen in bestimmten Ländern gegen Gesetze und dürfen auch im aufgegebenen Gepäck nicht mit! Also immer vorher schlau machen!

 

Must Haves in der Reiseapotheke

Abgesehen davon, was in den Zielländern an Ansteckungs- und Verletzungsgefahr besteht, gibt es viele typische Symptome. In beinahe jedem Urlaub können den Reisenden Erkältung (durch Klimaanlagen), Magen-Darm-Probleme (durch exotisches Essen), kleine Verletzungen oder Kopfschmerzen plagen. In wirklich jede Reiseapotheke gehören daher folgende Medikamente und Ausstattung (je nach Platz z.B. nur einige Tabletten oder eine ganze Packung):

  • Allergiemittel: Allergiker denken wahrscheinlich sowieso daran, diese einzupacken. Aber auch wenn keine Allergien bekannt sind, können in fremden Ländern schnell welche entstehen bzw. herausgefunden werden. Daher sollten einige Tabletten mit Antihistamin oder Cortison immer dabei sein.
  • Reisekrankheit: Bei langen Autofahrten, Flügen oder Schiffsfahrten kommt bei vielen Menschen unerwartet Reisekrankheit auf. Auch wer bisher verschont war, kann jederzeit plötzlich unter der zermürbenden Überlkeit leiden. Eine simple Tablette kann dann den restlichen Tag retten.
  • Magen-Darm Medikamente: Durch Bakterien im Essen oder Trinkwasser, aber auch z.B. unbekannte Gewürze, kommt es schnell zu Übelkeit oder Durchfall. Das kann den gesamten Urlaub ruinieren. Wer ein bewährtes Medikament dabei hat, kann mit einer Einnahme rechtzeitig gegen steuern und Schlimmeres verhindern.
  • Erkältungs-Medikamente: Auch wenn man in warme Länder reist, ist eine Erkältung nicht auszuschließen, Klimaanlagen im Hotel oder nasse Badekleidung führen schnell zu Schnupfen und Halsschmerzen. Ein gutes Grippemittel kann die Erkältung verkürzen und außerdem wesentlich erträglicher machen.
  • Schmerzmittel: Durch Druckveränderungen, Reisestress und ungewohntes Klima bekommen viele Reisende Kopfschmerzen. Wenn dann nicht schnell eine Schmerztablette genommen wird, verstärken sich diese durch Verkrampfen immer mehr. Ausreichend Schmerztabletten sind ein absolutes Must Have auch gegen Regelschmerzen, Verstauchungen oder Muskelkater. Am besten als Tabletten und Zäpfchen (diese wirken schneller) einpacken.
  •  Wundversorgung: Auch wer kein umfangreiches Verbandsmaterial einpacken kann, sollte zumindest eine sterile Wundauflage, eine Rolle Verband und mehrere Pflaster in verschiedenen Größen dabei haben. Ganz wichtig ist auch die Desinfektion. Hierfür gibt es einzeln verpackte Tücher (braucht wenig Platz) oder Spray. Eine Wundsalbe hilft außerdem bei der schnellen Heilung.
  • Utensilien: Wer einmal im Urlaub eine Zecke oder einen Splitter hatte, war bestimmt dankbar für eine Pinzette. Außerdem sollte auch eine kleine Schere griffbereit sein (für Verband und Pflaster). Ein Nagelknipser hilft gegen eingerissene Nagelhaut, die sich schlimm entzünden kann. Und mit Wattestäbchen kann Salbe punktgenau und auch an schwer zugänglichen Stellen aufgetragen werden.

 

 


Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei Tierarzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker. * Sparpotential gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP) oder des Apothekenverkaufspreises (AVP), nur bei rezeptfreien Produkten außer Büchern. ¹ Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP) ² Apothekenverkaufspreis (AVP). Der AVP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AVP ist ein von den Apotheken selbst in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel, der in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Arzneimittel Abgabepreis entspricht, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung, abzüglich eines Rabatts iHv 5 % bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen nach Eingang der Rechnung, abrechnet. Im Falle eines solchen Rabatts ist der tatsächliche Abgabepreis gegenüber den Krankenkassen also um 5 % geringer als der hier ausgewiesene AVP.

Im Gegensatz zum AVP ist die gebräuchliche UVP eine Empfehlung der Hersteller.