Tinnitus

Tinnitus

Tinnitus - Wenn es im Ohr pfeift und piept

Ein lästiges Pfeifen im Ohr. Es hört sich an wie ein Klingeln und man kann sich kaum mehr auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren. Das "Ohrensausen", genannt Tinnitus, ist lästig, doch viele kennen es. Wer es bekommt, der möchte, dass es möglichst schnell wieder aufhört. Doch was genau ist eigentlich ein Tinnitus? Woher kommt er? Und am wichtigsten, wie werde ich ihn wieder los?
 

Tinnitus (Ohrgeräusche)

Tinnitus aurium kommt aus dem lateinischen und heißt so viel wie "Klingeln der Ohren". Genau das ist es auch. Die Ohrgeräusche werden von den meisten als Klingeln, Pfeiffen oder auch Rauschen bezeichnet. Es handelt sich dabei jedoch nicht um ein wirklich wahrnehmbares Geräusch sondern um ein Phantomgeräusch, was in unterschiedlichen Lautstärken im Ohr ertönt. Es tritt häufig einseitig auf, kann jedoch auch beidseitig erlebt werden. Der Moment kommt meistens plötzlich. Die Art des Geräusches, was der Betroffene wahrnimmt, variiert je nach Person. So kann es sich um ein Brummen, Rascheln, Knacken, Klopfen oder eben Pfeifen im Ohr handeln. Ebenfalls unterscheidet sich der Schweregrad des Ohrgeräusches. Es geht von einer erträglichen Lautstärke über eine dauerhafte Beeinträchtigung des Alltags bis hin zu einem volkommenden außer Gefecht setzten. Man unterscheidet zwischen einem akuten und einem chronischen Tinnitus. Man spricht von Zweiterem, wenn das Fiepen länger als drei Monate wahrgenommen wird. Tatsächlich leiden weltweit ungefähr 10 Prozent an einem dauerhaften Tinnitus.

 

Folgen eines Pfeifen im Ohr

Je nach Art und Stärke des Symptoms unterscheiden sich auch die möglichen Folgestörungen. Grundsätzlich ist es ungefährlich, jedoch belastet die permanente Störung im Ohr meist geistig. Manche Menschen leider aufgrund der Ohrgeräusche an Schlaflosigkeit. Andere kämpfen mit depressiven Entwicklungen und haben Probleme ihren Alltag, wie Arbeit und Familie, zu meistern. Gerade Angstzustände treten häufig bei den Betroffenen auf. Teilweise bedarf es daraufhin sogar einer psychosomatischen oder auch psychiatrischen Behandlung.

 

Die Ursachen der lästigen Volkskrankheit

Der Tinnitus ist ein Symptom, also ein Zeichen beziehungsweise Ausdruck, der möglicherweise durch etwas wie Änderungen im Hörmuster oder gestörte Filterprozesse hervorgerufen wird.
In den letzten Jahren leiden vermehrt immer mehr Menschen an einem Tinnitus. Doch woran liegt dieser immense zuwachs?
Aktuelle Zahlen erläutern, dass mehr als 25 Prozent der Bevölkerung von Industrieländern mindestens einmal im Leben mit einem Tinnitus kämpft. Experten sind sich einig, dass möglicherweise die industrielle Entwicklung sowie technische Errungenschaften in den letzten 50 Jahren ein Grund sein könnten. Das Überstrapazieren und die vermehrte Belastung des Körpers und der Sinne durch beispielsweise die Digitalisierung. Ebenfalls soll Stress einer der Hauptfaktoren sein. Dieser wird seit einigen Jahren auch immer intensiver auf einzelne Personen projiziert, man denke schlichtweg an Krankheiten wie Burnout.
Jedoch kann das Piepen auch durch eine andere Erkrankung im Ohr auftreten, wie eine Mittelohrentzündung.

 

Wie werden ich die Musik im Ohr los?

Ein akutes Symptom kann mit Hilfe der HNO-Heilkunde behandelt werden. So bieten unterschiedliche Medikamente die Lösung für das anstrengende Ohrenrauschen. Ein Medikament ist beispielsweise Gingium. Dies sind Filmtabletten mit den Inhaltsstoffen aus der Ginko-Pflanze.
Tabletten wie diese sind durchblutungsfördernd und unterstützten den Heilungsprozess. Des weiteren kann eine Behandlung auch mit Glukokortikoiden durchgeführt und zusätzlich durch Infusionen mit Vitamin E und Magnesium kombiniert werden.

Handelt es sich aber um ein chronisches Symptom muss die Behandlung anders verlaufen. Es gibt verschiedene Ansätzte: Musik und Klangtherapie, Entspannungsverfahren, Veränderungen in der Wahrnehmung des eigenen Körpers, Schlafrituale, spezielle Hilfsmittel fürs Hören oder sogar psychotherapeutische Hilfe. Letztendlich ist die Beratung durch einen Experten am bedeutsamsten.
Es kann auch eine operative Maßnahme von Nöten sein. Fremdkörper werden dabei
möglicherweise entfernt oder Verengungen behandelt.

 

Wie kann ich einem "Mann im Ohr" umgehen?

Vor allem laute Geräusche könnnen ein Außlöser sein. Somit sollte in jeglicher Situation darauf geachtet werden, dass gegebenenfalls Schallschutz getragen wird. Jedoch sollte auch Stille vermieden werden, denn Geräusche fallen in der Stille immer viel mehr auf.Desweiteren führt Stress und Anspannung zu einem Verkrampfen, was wiederum Tinnitus auslösen kann. Daher sollte regelmäßig entspannt werden: Pausen, Meditation, Entspannungphasen, neue Atemtechniken. Manchmal bleibt das Symptom ein Leben lang bestehen. Es gibt Betroffene, die damit dann trotzdem sehr gut umgehen können. Andere jedoch, die sind wahnsinnig unkonzentriert und permanent unter Strom.
Wer mit den Geräuschen umgehen kann, der kann sie möglicherweise letzten Endes auch ignorieren oder nimmt sie sogar garnicht mehr wahr.

 


Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei Tierarzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker. * Sparpotential gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP) oder des Apothekenverkaufspreises (AVP), nur bei rezeptfreien Produkten außer Büchern. ¹ Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP) ² Apothekenverkaufspreis (AVP). Der AVP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AVP ist ein von den Apotheken selbst in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel, der in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Arzneimittel Abgabepreis entspricht, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung, abzüglich eines Rabatts iHv 5 % bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen nach Eingang der Rechnung, abrechnet. Im Falle eines solchen Rabatts ist der tatsächliche Abgabepreis gegenüber den Krankenkassen also um 5 % geringer als der hier ausgewiesene AVP.

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